Redaktioneller Beitrag in der Salzburger Nachrichten vom 03. 04. 2013:

Schuhe für das Nachtleben

Wettbewerb. Schüler der HAK I haben ein Design für Flipflops entworfen. Der Verein „Go Salzburg“ will sie am Rudolfskai verteilen.

Von Eva Hammerer Salzburg-Stadt (SN). Die Lokalmeile am Rudolfskai in der Stadt Salzburg soll friedlicher werden. Das will der christlich geprägte Verein „Go Salzburg“ erreichen. Die Mitglieder wollen dort ein Café einrichten, in dem nur alkoholfreie Getränke ausgeschenkt werden. Mit „Street Buddies“ soll zudem ein besseres Miteinander in der Innenstadt erreicht werden. Dabei handelt es sich um Freiwillige unterschiedlicher Konfessionen, die als eine Art Sozialarbeiter an der Lokalmeile unterwegs sind. Man wolle betrunkene oder verletzte Jugendliche versorgen und so die Gewalt eindämmen. Eine weitere Idee des Vereins ist es, an junge Mädchen Flipflops zu verteilen, die nach einer langen Nacht in hohen Schuhen nicht mehr gehen können.

Vereinsmitbegründer Andreas Baumgartner sagte: „Wir hatten einen Informationsabend, bei dem auch Britta Becker, Direktorin der Handelsakademie I, anwesend war. Ihr hat die Idee so gut gefallen, dass sie einen Wettbewerb in der Schule gestartet hat.“

Unter der Leitung ihres Lehrers Helmut Bauer beteiligten sich zwölf Schüler der vierten Klassen der Handelsakademie I in der Stadt Salzburg im Unterrichtsfach „Marketing, in ternationale Geschäftstätigkeit und Kommunikationstechnologie“ – kurz MIKT genannt.

Daniel Cabuay trug den Sieg mit seinem Design für die Flipflops davon. Er erhielt einen 100-Euro-Gutschein für die Pizzeria Da Pippo. „Die Entwürfe zu machen war lustig“, sagt der Schüler. „Es war eine Herausforderung, etwas für die Praxis zu machen.“

Lehrer Helmut Bauer findet die Idee des Vereins „Go Salzburg“ gut: „Das hat großes Potenzial. Interessant wird die Umsetzung im Alltag. Es ist bewundernswert, dass sich jemand am Samstagabend in die Sperrzone Rudolfskai wagt und dort Unterstützung anbietet.“

Die Schülerinnen und Schüler selbst meiden den Rudolfskai lieber, „weil es kriminell ist und überall so junge Leute sind. Da fühle ich mich mit meinen 17 Jahren alt“, sagt eine von ihnen.

Bei „Go Salzburg“ freut man sich über die Zusammenarbeit mit der Schule. Allerdings sei das Budget begrenzt. „Wir würden uns sehr über einen Sponsor freuen, der die Produktion der Schuhe finanzieren kann“, sagt Baumgartner. Information unter: www.go-salzburg.at